Ein ornithologisches Schatzkästlein im Wandel
„Vom Wannen über Waldenberg zum Häugern – ein ornithologisches Schatzkästlein im Wandel“ – unter diesem Thema hatten wir zur diesjährigen vogelkundlichen Führung eingeladen. Frühmorgens singen noch viele Vögel, während sie zu späterer Stunde mehr mit dem Brutgeschäft zu Gange sind. Und so trafen sich 23 interessierte Teilnehmer schon morgens um 7 Uhr bei herrlichem Frühlingswetter in Merklingen.

Bei der besuchten Gemarkung handelt es sich um wertvolles, artenreiches Streuobstgebiet mit Hecken und Waldrand, sodass wir 30 Vogelarten zu sehen oder hören bekommen haben. Leider besteht die Sorge, dass nach Umsetzung der geplanten Bebauung empfindliche Arten durch die Störungen zurückgehen.
Oliver Maier hat uns, wie schon in den Vorjahren, fachkundig geführt und immer wieder auf Vogelgesänge und andere Besonderheiten am Wegesrand hingewiesen.
Nach ca. 3 Stunden ging diese informative und wirklich lohnende Führung zu Ende – wir bedanken uns bei Oliver Maier und allen Teilnehmern!
Mit 32 gut gelaunten Teilnehmern startete unser Bus um 7:30 Uhr in Merklingen, und wir erreichten bei bestem Ausflugswetter Bad Buchau. Im neu gestalteten Federsee-Museum traten wir bei einer äußerst interessanten und lehrreichen Führung im Innen- und Außenbereich bis zu 15.000 Jahre zurück in unsere Urgeschichte.
Jetzt kommt die Zeit, in der überall in den Gärten und in der offenen Landschaft junge Tiere anzutreffen sind, leider aber auch die Zeit, da Kinder immer wieder Vogeljunge – als von den Eltern verlassen – „gefunden“ nachhause bringen. Diese Tiere sind dann in den meisten Fällen Todeskandidaten. Zunächst fehlt es an Kenntnissen der notwendigen Nahrungswahl. Oft auch werden die Jungvögel schon durch das Herumtragen in einem solchen Zustand von Schwäche ins Haus gebracht, dass ein Überleben aussichtslos ist.