Kürzlich hatten wir zu einem Waldspaziergang mit dem Förster eingeladen, und bei schönstem Sonntagswetter folgten knapp 30 Naturfreunde diesem Ruf in den Schwarzwald. Denn der Fahrenwald liegt im Enzkreis zwischen Neuhausen und Schellbronn und zieht sich mit seinen ca. 100 Hektar bis zum Monbachtal hinunter. Historisch bedingt gehört er zum Revier Weil der Stadt und unterscheidet sich mit seinem sauren Sandstein-Untergrund sehr von den anderen Stadtwäldern auf Muschelkalk. Zahlreich sind Nadelbäume, vor allem Fichten und Kiefern, die hier sehr gut gedeihen. Als typischer Unterbewuchs fallen Moose, Heidelbeeren, Ginster, Fingerhut und Adlerfarn auf.
Es gibt keine großflächigen Kahlschläge, die zu fällenden Bäume werden einzeln selektiert und markiert. Durch gezielte Aufforstungen mit Laubbaum-Setzlingen des typischen Wuchsgebiets (von z.B. Feldahorn, Hainbuche, Esskastanie) wird ein resistenter Mischwald begünstigt. Das Liegenlassen von Ästen, dünnen Stämmen und Totholz fördert naturnahe Lebensräume; hinzukommen Habitatbaumgruppen und Waldrefugien, die markiert, digital erfasst und gänzlich aus der Nutzung genommen werden.
Vielfältige Fragen und Diskussionen zu Waldwirtschaft, Windkraft und Naturschutz kamen auf, insbesondere der Zwiespalt zwischen Ökonomie und Ökologie wurde anhand der nicht einheimischen Roteiche deutlich. Vielen Dank an unseren Förster Herrn Späth und an alle Teilnehmer für diesen interessanten 3-stündigen Rundgang.